Badia a Coltibuono

     
 
 
 

Die „Stucchi“-Räder und die „L'Eroica“

Die Badia a Coltibuono ist ein wichtiger Unterstützer und Förderer der „L'Eroica“. Dieses nostalgische Radrennen findet im Herzen des Chianti auf den alten Schotterstraßen statt. Dieses Rennen läβt sich mit der Geschichte und der Tradition der Familie Stucchi in Verbindung bringen. Im Jahr 1874 gründeten die Stucchi die “Fabbrica di Velocipedi e Automobili“, die erste Fahrrad- und Automobilfabrik Italiens. Binnen weniger Jahre behauptete sich die „Stucchi & C“ als bedeutender Hersteller auf dem Markt, dessen Ruhm weit über die italienischen Grenzen hinausreichte. Als Girardengo 1918 an der Spanischen Grippe erkrankte und seine Karriere als groβer Sportler sich anscheinend dem Ende neigen zu schien, nahm ihm die „Stucchi & C“ im Team auf. Der große Rennfahrer enttäuschte die Erwartungen seines neuen „Hauses“ nicht und gewann sogar den Giro d'Italia im Jahre 1919. Der Radsport ist daher für die Familie Stucchi eine sozusagen “historische Leidenschaft”. Daraus wurde im Laufe der Jahre eine regelrechte Verpflichtung, die zur Förderung der “Eroica” geführt hat. Im September 1997 wurde das Rennen von Dr. Giancarlo Brocci, Arzt, Journalist und leidenschaftlicher Sportler zum ersten Mal ins Leben gerufen. Seitdem fand die L’Eroica bereits zum 12. Mal statt. Die „L'Eroica“ ähnelt einem Rallye, bei dem es auf Satteln der historischen Fahrräder kreuz und quer über staubige Schotterstraßen geht. Das Rennen beschwört die magischen Bilder der „ganz großen“. Erinnerungen aus vergangenen Zeiten kommen zum Vorschein. Die “Eroica” wertet die wahren Wurzeln einer Sportart wieder auf, die trotz seiner Popularität, nicht genügend glaubwürdig erscheint. Auβerdem bezweckt dieses Unternehmen ein weiteres Vorhaben, denn man versucht der Öffentlichkeit die Problematik der “Erhaltung der alten Schotterstraßen” etwas näher zu bringen. Sie sind ein historisches und landschaftliches Erbe der Toskana, heutzutage sind nur enige Schotterstraßen im Chianti und im senesischen Raum erhalten geblieben. Die ersten 4. Veranstaltungen charakterisierten sich durch eine sehr geringe Teilnehmeranzahl, doch durch ein unermüdliches Weitersagen stieg das Interesse von Jahr zu Jahr. Sogar die Fachpresse schenkte dem Rennen immer mehr Aufmerksamkeit. Im Jahre 2005 zählte die Veranstaltung bereits 901 Teilnehmer, 20 Länder aus aller Welt waren damals vertreten. Im darauffolgendem Jahr stieg die Teilnehmeranzahl auf 1300.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite: www.parcociclisticodelchianti.it

 

 
 
 
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